Stigmatisierung von Stress in Unternehmen

Frage: Wie geht’s dir? Antwort: Gut!… Und dir? Antwort: Super, alles gut!
Das sind wahrscheinlich die Antworten, die man zu > 90 % auf diese Fragen erhält. So ist zumindest meine Erfahrung. Offen über Stress aufgrund hoher Arbeitsbelastung zu sprechen, ist in vielen Unternehmen inoffiziell ein TABU. In diesem Beitrag gehe ich tiefer auf dieses Thema ein.


Angst vor Stigmatisierung und Jobverlust:

Viele Menschen haben Angst, als schwach oder unfähig zu gelten, wenn sie sich eingestehen, dass sie gestresst sind. Die Angst, vielleicht sogar den Job zu verlieren, weil man nicht mehr „tragfähig“ ist, nicht mehr die gewünschte Leistung erbringt. Mitarbeiter:innen werden „zu teuer“.

Bevor das passiert, sollte zumindest der Vorgesetzte erkennen, dass Handlungsbedarf, also dem Menschen zu helfen, besteht.
An dieser Stelle sei bemerkt, dass „zu teuer“ relativ ist. In Deutschland werden die Fluktuationskosten pro Mitarbeiter auf bis zu 150% des Jahresgehaltes geschätzt. Kennt man diese Zahl, so ist es als Unternehmen sicherlich clever in ein Stress-Management Coaching zu investieren, als einen langjährigen Mitarbeiter zu ersetzen. Nachzulesen HIER.

Schwierigkeiten Stress zu erkennen:

Oftmals erkennen andere viel eher als man selbst, dass die Work-Life -Balance aus der Spur geraten ist, und sich zudem auf einem Level bewegt, der weit entfernt von gesund ist.
 
Aber was sind eigentlich die Anzeichen?
Das Wording „Stress“ an allen Ecken und Enden, aber was sind eigentlich die Symptome?
Darüber in Kürze mehr in weiteren Artikeln.

Oft ist man so im Hamsterrad, dass man es nicht selbst erkennt. Nach dem Erkennen kommt, sich selbst diese Dysbalance einzugestehen. Mehr die Auswirkungen von Stress kannst du HIER lesen.

Und, ich weiß, wovon ich spreche. Ich war mal kurz vor dem Burnout. Als meine Ärztin damals sagte „Sie sind jetzt, für die nächsten Wochen erstmal krankgeschrieben!“ war meine ungläubige Antwort „Das geht nicht, da habe ich keine Zeit für.“ …

Daher kann ich nachempfinden, wie es dir vielleicht geht.

Außerdem kann das Zauberwort „Nein“ sagen, tatsächlich (im wahrsten Sinne des Wortes) überlebenswichtig sein. R.I.P. mein lieber Freund P. – im April sind es schon 5 Jahre her, ich denke oft an dich.

Stress im öffentlichen Diskurs – Viel Diskussion, aber dennoch meist ein Tabu-Thema

Es wird ständig darüber gesprochen, Studien werden geteilt, die Krankenkassen klagen, in den Zeitschriften ist Stress immer ein beliebtes Thema, usw. .

Aber schreibt man z.B. in LinkedIn einmal „Stress Management“ in die Suche, und sortiert nach Beiträgen, tauchen zwar viele interessante Beiträge auf, aber (fast) niemand reagiert.
Was sagt uns das? Ist wirklich nur der Algorithmus schuld? Meiner Meinung nach auch eine Bestätigung, dass Stress im wahren (Arbeits-)leben ein Tabu-Thema ist.
Vielleicht nicht in jedem Unternehmen; es liegt mir sehr fern alle über einen Kamm zu scheren.
Aber kaum eine:r will mit einem „Stress-Like“ gesehen werden.

Einen einzigen Beitrag mit nennenswerten Reaktionen von @Leadership First (5,5 Mio. Follower!) habe ich auf LinkedIn gefunden; fast 8.000 Likes, aber verhältnismäßig wenig Kommentare. Nämlich 122. Viele andere Beiträge von Leadership First haben weit über 10.000 Likes, manche sogar mehr als 20.000.

Zusätzlich zum Job kommen aktuell noch gesellschaftliche Ursachen wie:

  • Kriege: Uns wird bewusst, wie klein die Erde ist und das mit heutiger Technik ist nichts mehr weit weg.
  • Rechts: Angst vor rechten Tendenzen, die Demokratien gefährlich werden können.
     
  • Klimaveränderungen: Die Auswirkungen sind bekannt. Angst kombiniert mit einer gewissen Lähmung „Was kann ich schon machen…?“
  • Digitalisierung: Die Digitalisierung verändert unser Leben in vielen Bereichen. Das kann zu Unsicherheit und Stress führen.
     
  • Angst vor künstlicher Intelligenz: Negativer Einsatz kann gravierende Folgen haben. Und: Verlernen wir zu lernen?
  • Die Individualisierung: Die Individualisierung führt dazu, dass wir immer mehr Erwartungen an uns selbst haben. Das kann ebenfalls zu Stress führen.

Unser Leben ist sehr komplex und mit allen Herausforderungen umzugehen ist nicht einfach.

Fazit zum Job-Stress:

Wie meine mittlerweile 94-jährige Freundin Barbara* zu sagen pflegt

„Ich habe keinen Stress, ich habe nur viel zu tun.“

zeigt, dass der UMGANG mit herausfordernden Situationen entscheidend ist.

*sie hat mit 92 Jahren ihr gut laufendes Unternehmen eingestellt

Es gibt Menschen,

  • die den richtigen, gesunden Umgang einfach in sich haben,
  • andere, die den Umgang damit in Stress-Management Seminaren gelernt haben und
  • Menschen, auf welche die vorherigen Punkte nicht zutreffen.

Ich gehörte zur letzten Variante und bin sehr dankbar, dass ich Methoden erlernen durfte, die mich heute dabei unterstützen, mit herausfordernden Situationen anders umzugehen.

Ganzheitlich. Völlig unabhängig vom Ort. Ohne irgendein Equipment.

Mit diesen Methoden helfe und begleite ich heute Menschen wieder in ihr Gleichgewicht zu gelangen. 1:1 – Workshops – Seminare

Wenn das für dich interessant klingt, dann nimm‘ mit mir Kontakt auf und lass‘ uns sprechen
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